
Eine Absolvent*in der HFMTS muss sich in der Softwarelandschaft des Gesundheitswesens orientieren können. Die fortschreitende Digitalisierung erfasst auch das Gesundheitswesen. Medizintechnische Geräte werden immer häufiger in IT-Systeme eingebunden. Neben dem Patientenpfad durch eine Gesundheitseinrichtungen läuft parallel immer auch ein Datenpfad. Informationen zum Patienten (Kopfdaten), Krankenakte, verrechenbare Leistungen und Materialen, Röntgenbilder, Vitalwerte, Medikamentenverschreibungen, OP-Protokolle, Seriennummern von Prothesen usw. – die Fülle an Informationen wächst zunehmend.
In einer ersten Phase des Fachs Medizininformatik soll ein Bewusstsein für die Fülle von anfallenden Daten und das IT-Ökosystem in Gesundheitseinrichtungen entwickelt werden.
Anschliessend stehen die beiden wichtigsten Themen im Fokus, welche die Digitalisierung begleiten und ermöglichen: Die Datensicherheit und Interoperabilität. Die Daten-sicherheit versucht insbesondere die Sicherheitsziele der Vertraulichkeit, Authentizität, Integrität und Verbindlichkeit zu erklären und an Beispielen die heutige Praxis zu verdeutlichen. Der automatische Datenfluss innerhalb einer Gesundheitseinrichtung fordert nach standardisierten Schnittstellen und Datenformaten zwischen den Systemen, um eine einfache Interoperabilität von Daten zu ermöglichen. Dazu werden einige führende Initiativen zur Standardisierung vorgestellt.
- Teacher: Stefan Amstutz

